Hoden / Männliches Genitale
Gutartige Veränderungen:
- Hydrozelen (sogenannter „Wasserbruch“ im Hodensack)
- Spermatozelen (störende Zysten des Nebenhodens und der Samenwege)
werden durch eine kleine Operation am Hodensack meist ambulant behandelt.
Krampfadern im Bereich der Samenstranggefäße, sogenannte Varikozelen, werden durch einen kleinen Eingriff am Hodensack oder durch eine minimal-invasive Bauchoperation behoben.
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Hier ist ein medikamentöser Therapieversuch nur in den ersten zwölf Lebensmonaten erlaubt, da bis zum Abschluss des ersten Lebensjahres der Hoden in der richtigen Lage sein soll, um eine Entwicklungsverzögerung des Hodens mit der Folge der Unfruchtbarkeit im Erwachsenenalter zu vermeiden.
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Die operative Therapie mit einem kleinen Schnitt in der Leiste ist mit einem kurzen stationären Aufenthalt verbunden.
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Meist wird vor der operativen Therapie der IPP ein Behandlungsversuch mit Medikamenten durch den niedergelassenen Urologen durchgeführt.
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Bei einem Misserfolg der medikamentösen Therapie kann die Verkrümmung je nach Ausmaß und Leidensdruck operativ korrigiert werden. Diese Operation an den Schwellkörpern soll erst dann durchgeführt werden, wenn über 6 Monate keine weitere Zunahme der Verkrümmung mehr beobachtet wurde.
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Eine fotografische Dokumentation der Verkrümmung im erigierten Zustand des Penis (von oben und seitlich) sollte zu der ersten Vorstellung mitgebracht werden.
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Bei abgeschlossener Familienplanung bieten wir die Sterilisation – Durchtrennung der Samenleiter – als ambulante Operation an.
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Da es sich nicht um eine Leistung der Krankenkassen handelt, müssen sie die Kosten für diesen Eingriff selber tragen. Bitte melden sie sich telefonisch unter 02363 / 108-2121 für weitere Informationen und die Terminplanung.
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Feigwarzen oder Condylome, werden durch bestimmte Papillomviren hervorgerufen und sind hoch ansteckend.
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Nach ambulanter Diagnosestellung und ggfs. medikamentöser Therapie können wiederkehrende oder größere Befunde operativ mittels Lasertherapie entfernt werden.
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Zuvor sollte die Kostenübernahme durch die Krankenkasse geklärt sein, da davon der Ablauf der Behandlung (ambulant oder stationär) abhängt.
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Hoden- oder Nebenhoden-Entzündungen sind Infektionen, die einer genauen urologischen Abklärung bedürfen und gegebenenfalls stationär behandelt werden. Meist ist eine konservative Therapie mit Antibiotika, Harnableitung über einen Katheter und körperlicher Schonung ausreichend.
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Bei zunehmender Infektion mit Eiterbildung kann die operative Entfernung von Nebenhoden / Hoden erforderlich werden.
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Angeborene oder erworbene Verengungen der Harnröhre (Harnröhrenstrikturen) werden in unserer Klinik nach der entsprechenden endoskopischen und radiologischen Diagnostik (Blasenspiegelung und Röntgenuntersuchung der Harnröhre) behandelt.
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Die Operation, endoskopische Schlitzung bzw. offene Operation mit der Verwendung von Mundschleimhaut oder auch einer End-zu-End-Reanastomosierung, wird entsprechend dem Ausmaß und der Lage der Verengung durchgeführt.
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Das Peniskarzinom wird in unserer Klinik operativ versorgt, indem je nach Ausmaß der Erkrankung der Tumor mit einem Sicherheitsabstand (organerhaltend) bzw. ein Teil des Penis operativ (radikal) entfernt wird.
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Weitere Maßnahmen wie die Chemotherapie bei fortgeschrittenen und metastasierten Tumoren werden in Absprache mit Experten entsprechend den Leitlinien behandelt.
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Im Rahmen der umfassenden Betreuung bieten wir den Patienten auch die Begleitung durch onkologisch spezialisierte Psychologen an.
Weitere aktuelle und wissenschaftlich fundierte Informationen finden sie unter folgendem Link:
In unserer Klinik werden folgende prothetische Operationen angeboten:
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Die Implantation einer hydraulischen Schwellkörperprothese zur Behandlung der erektilen Dysfunktion.
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Die Implantation eines künstlichen Blasenschließmuskels (artefiziellen Sphinkters) zur Behandlung der männlichen Belastungsharninkontinenz.
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